Comic Baderegeln anstelle generellem Schwimmbad-Verbot

Seit der Silvesternacht 2015 auf 2016 weht ein stärkerer Wind durch Deutschland, vor allem was die Flüchtlinge angeht. Ja, es waren wohl einige dabei, die im Mob rund um den Kölner Dom viele Frauen aufs Übelste belästigt haben. Aber ohne das beschönigen zu wollen – deshalb alle Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen, ist unfair.

Probleme gibt es Frauen gegenüber auch in öffentlichen Bädern. Nicht alle Männer mit Migrationshintergrund verhalten dort respektvoll Frauen gegenüber. (Einige Deutsche übrigens auch nicht). Deshalb haben manche Bäder in Deutschland ein  generelles Hausbot für Migranten erteilt.

Andere, wie zum Beispiel die Münchner Bäder (M-Bäder)  reagieren da gelassener und versuchen Menschen, die aus einer anderen Kultur stammen, durch ein Comic die in Deutschland herrschenden Baderegeln zu erklären. Diese Baderegeln wurden als Comic verfasst und könnten hier angesehen und runter geladen werden. 

Diese Baderegeln gibt es auch als Flyer und Poster in arabischer Sprache in den M-Bädern. Leider konnte ich sie nicht zum Download finden.

Auch die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen hat mehrere Publikationen für Migranten verfasst – in arabisch, englisch, französisch, deutsch, türkisch, urdu, russisch und albanisch. Die allerdings sehen aus wie richtig amtliche Vorschriften. Deutsch eben.

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Ein Gedanke zu “Comic Baderegeln anstelle generellem Schwimmbad-Verbot

  1. An sich eine gute Idee, weil Bilder auch ohne Worte verständlich sind. Nur finde ich den Aufbau (immerhin 13 Regeln!), die Bilder und den Text (z.B. „schwimmtaugliche Materialien“) nicht so leicht umgesetzt. Mit der Anleitung würden auch eine Menge deutschsprachiger Kinder und Erwachsene Probleme haben, nur sind hier aufgewachsen und wurden langsam an die Regeln gewöhnt.

    Jemand, der flüchtet und in Deutschland registriert wird, wird von jemandem betreut. Die Betreuer müssen erklären, wie das alles funktioniert. Abgesehen davon sind einige Regeln in jeder Kultur selbstverständlich, auch wenn man glaubt, dass sich „die“ Flüchtlinge (eigentlich nicht mehr) schwer damit tun. Diejenigen, die die Regeln brechen (allein Regel 1, 3 und 4), sind nach meiner Erfahrung wesentlich länger hier…

    Wer sich nicht an die Regeln hält, muss halt mit dem Bademeister reden und im Notfall hinausgeschmissen werden. Wenn man es Neuankömmlingen nicht zutraut, dann halt nur in Begleitung eines Betreuers, der alles erklärt. Ein generelles Badeverbot halte ich für übertrieben und nutzlos.

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